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Eine anspruchsvolle Kurswoche in der Schweiz mit hoher Schussbelastung liegt hinter der SIG 516. Die Waffe läuft und bietet Schießspaß pur.

Gesamtschusszahl: 3.550 + 780 = 4.330

Störungen Typ I: 6
Störungen Typ II: 0
Störungen Typ III: 0
Störungen Typ IV: 2



Auf weitläufigem Trainingsgelände absolvierte die SIG 516 während einer Kurswoche drei Trainingstage mit insgesamt 780 Schuss. Im Grundkurs Gewehr verbrauchte sie 210 Schuss, beim Kollektivschießen 440 und beim S4G 130 Schuss. Trotz harter Beanspruchung in einem natürlichen Umfeld, teilweise bei Regen, mit schnellen Schussfolgen und heißgeschossenem Lauf funktionierte die Waffe störungsfrei und verlor nichts an ihrer Präzision. Verwendet wurde Munition der Fertigung GP 90.




Reinigung
Ein Punkt, der im Abschlussbericht zum Langzeittest einen Schwerpunkt bilden wird: Die SIG 516 ist sehr reinigungsfreundlich. Der Verschluss / Verschlussträger bleibt relativ sauber. Ein grobes Abwischen aller 1.000 Schuss und etwas Mehrzweckfett zur Schmierung reichen hier aus. Ein kritisches Bauteil ist die Gasdüse. Diese nimmt aufgrund des Funktionsprinzips die meiste Verschmutzung auf.




Die Schmauchablagerungen sind nach 500 Schuss jedoch ganz erheblich. Reinigungsintervalle sollten hier nicht unnötig verzögert werden. Zerlegt sind Düse und Kolben innerhalb von 10 Sekunden. Der Einbau wiederum dauert nicht viel länger und ist eineindeutig. Soll heißen, man kann nichts falsch machen. Die Düse, in welcher der Gaskolben läuft sollte innen als auch außen gereinigt werden.




Des Weiteren ist die Aufnahme für die Gasdüse im Handschutz bzw. Gasabnahme neuralgisch. Auch hier setzt sich Pulverschmauch ab, der das Entnehmen von Düse und Kolben erschweren kann. Zur Reinigung eignet sich eine Bürste für das Kaliber 9mm.

Zuverlässigkeit
Innerhalb der ersten 1.000 Schuss hatte die SIG 516 einige Störungen. In der KW 20 wurden von SIG Sauer zwei Federn getauscht. Seither läuft die Waffe störungsfrei. Abgesehen von dem Klick in KW 40, bei dem ein Bedienfehler oder eine verschmutzungsbedingte Ursache nicht ausgeschlossen werden können. Somit absolvierte die Waffe die letzten 3.000 Schuss störungsfrei. Das Umfeld, in dem sie eingesetzt wurde, war alles andere als steril und die SIG trägt schon die eine oder andere Schramme.

Abzug
Bei einer aktuellen Messung bringt es der werksmäßige verbaute Abzug auf 2.900 g. Die Charakteristik ist nach wie vor angenehm und gut beherrschbar mit einem deutlichen Trigger Reset und erinnert an DPMS Standardabzüge. Der Einbau eines ?Matchtrigger? ist unnötig.




S4G mit Eisenvisier
Die SIG 516 durchlief den Kurs ?Sniping 4. Generation? diesmal mit Eisenvisier bestehend aus einem Klappkorn der Marke Samson und einer Klapplochkimme der Marke MaTech. Die Waffe erzeugte zuverlässig und reproduzierbar Treffer auf 580 Meter. Die Ziele waren 45x75 cm bzw. 45x45 cm groß.
Das beweißt einmal mehr, es ist möglich, mit einer Standardwaffe in einfachster Konfiguration den infanteristischen Halbkilometer zu überbrücken. Dafür braucht es keine 2.000 ? Optik, keinen Matchabzug und keinen vertikalen Frontgriff. Grundkenntnisse in Ballistik und das Wissen um die Flugbahn der eigenen Laborierung sind dennoch erforderlich.




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