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Geschossen wurde nur eine kurze Trainingssitzung mit 160 Schuss. Schwerpunktmäßig wurden der freihändige Liegendanschlag und der Sitzendanschlag geübt. Trotz Teiletausch hatte die SIG 516 wieder eine Störung.


Gesamtschusszahl: 950 + 160 = 1.110

Störungen Typ I: 4 +1 = 5
Störungen Typ II: 0
Störungen Typ III: 0
Störungen Typ IV: 2

Verschleiß- und Austauschteile:

Dämpfer (Buffer)
Schließfeder (Buffer Spring)
Steuerstift (Bolt Cam Pin)
3 Gasringe (Bolt Gas Ring)



Schießrhythmus-Übung
Die erste Übung des Tages war eine Schießrhythmus-Übung. Aus einer Entfernung von 7 Meter wird die Balkenscheibe (Größe A4) beschossen. Im linken Balken beginnt man mit einem Schuss pro Sekunde. Hierbei sollte auf eine korrekte Arbeit am Abzug geachtet werden: Ruckfrei und parallel zur Laufachse bis zum hinteren Anschlag drücken. Danach den Abzug in einer kontrollierten Bewegung nach vorn gleiten lassen, bis er spürbar und hörbar wieder einrastet. Der Abzugsfinger hat während der gesamten Bewegung nie den Kontakt zum Abzug verloren und liegt sofort wieder am Druckpunkt an.
Dieser Bewegungsablauf lässt sich in einer Sekunde sehr kontrolliert ausführen.

Beim Schießen mit Langwaffen in diesem Nahbereich darf nicht vergessen werden, das Offset - die Visierlinienhöhe - zu kompensieren. Anderenfalls werden Tiefschüsse die Folge sein.

Im zweiten Durchgang wird der mittlere Balken mit einem Rhythmus von etwa 2 Schuss pro Sekunde beschossen. Der Bewegungsablauf des Abkrümmens ändert sich dabei nicht. Er wird lediglich nur schneller ausgeführt.

Im dritten Balken kann der Schießrhythmus nochmals gesteigert werden. Ziel sollte jedoch bleiben, den Balken zu treffen ohne Fehlschuss.

Diese Übung regelmäßig angewandt, trägt zu einer signifikanten Steigerung des Schießrhythmus bei, bei gleichzeitig weiterhin engen Treffergruppen.




Die obere Balkenscheibe wurde unter Zuhilfenahme des Aimpoint PRO beschossen. Die unter Scheibe mit offener Eisenvisierung. Untypisch ist die relativ große Gruppe links unten (1 Schuss / sec mit Kimme & Korn). Ursache ist hier ein Schützenfehler: Der Schütze hat beim Schießen nicht sein Korn fokussiert, sondern aufs Ziel gesehen.


Liegend- und Sitzendanschlag
Der Liegendanschlag ist neben Stehend und Kniend ein Standardanschlag, der in jedem Langwaffengrundkurs vermittelt werden sollte. Der Sitzendanschlag ist eine Variante, die in Fortgeschrittenenkursen besprochen werden kann, bzw. hin und wieder geübt werden sollte.
Die Trainingssitzung diente dazu, beide Anschläge schwerpunktmäßig zu üben. Das Einnehmen des Anschlags, der Aufbau einer stabilen Schießplattform über die Referenzpunkte linke Hand, rechte Hand, Kopf und Position des Schafts in der Schulter und das Anwenden der ?Natural Point of Aim?-Technik, um die Waffe mit der gesamten Plattform ins Ziel zubringen.
Abgefeuert wurden jeweils zehn Schuss aus 75 Meter Entfernung. Geschossen wurde immer, sobald der erstbeste Haltepunkt hergestellt worden war, was den Schießrhythmus auf etwa einen Schuss pro Sekunde beschleunigen kann.
Das Ziel war nicht, Loch-in-Loch Gruppen zu schießen, sondern Schussgruppen zu produzieren, die handtellergroß sind.







Klick

Trotz Austausch von vier Teilen kam es zu einer weiteren Störung des Typs I (failure to fire). Nach einer 10-Schuss-Gruppe wurde versucht, einen Brass-Check (Persönliche Sicherheitskontrolle PSK) durchzuführen. Der Verschluss der SIG 516 ließ sich nicht von Hand entriegeln. Die Lösung war das Betätigen der Schließhilfe und eine Schussabgabe. Hierbei erfolgte das ?Klick?. Auch anschließend war es nicht möglich, den Spannschieber nach hinten zu ziehen. Erst als der Schaft in Richtung Erdboden beschleunigt wurde, konnte bei gleichzeitigem Ziehen am Spannschieber der Verschluss entriegelt und die Patrone somit ausgeworfen werden. Das Zündhütchen zeigte einen Abdruck des Schlagbolzens, der aber nicht tief genug ist.




Die Ursache ist durch mich nicht verifizierbar. Sollte der Verschluss beim Versuch einer PSK entriegelt worden sein, hätte ihn die Schließhilfe wieder in die Verriegelung drücken müssen. Das ist Aufgabe einer Schließhilfe. Beim Betätigen des Abzugs hätte demnach auch ein Schuss brechen müssen.


Persönliche Sicherheitskontrolle PSK
Auffällig ist des Weiteren, dass bei einer PSK mit vollem Magazin der Verschluss nicht jedes Mal aus eigener Kraft wieder nach vorn in die Verriegelung läuft. Die Reibung mit der oberen Patrone im Magazin ist offenbar zu groß. Bei dem Magazin handelt es sich um ein P-Mag.





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