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Spätestens seit Jeff Cooper und den frühen Jahren der Gunsite Range existieren 4 elementare Sicherheitsregeln für den Umgang mit Schusswaffen, die unfallfreies Schießen bis zu einem sehr weit entfernten Zeitpunkt erlauben. Leider ist die Umsetzung dieser Sicherheitsregeln gerade im Behördenbereich meist indirekt proportional zur (Selbstwahrnehmung der) eigenen Professionalität.


Tom Givens, ein US-amerikanischer Schießausbilder und Inhaber der Schule ?Rangemaster? in Memphis, Tennessee ist schon sehr lange im Geschäft und mit seinem Ausbildungsprogramm vorwiegend auf den Privatwaffenbesitzer fokussiert. Aufgrund der hohen Kriminalitätsrate in seiner Heimatstadt reißt der Zustrom an Ttrainingswilligen auch nicht ab. Tom Givens bringt einen monatlich erscheinenden Newsletter heraus, der wertvolle Informationen zu Aspekten des Schießtrainings aber auch der mentalen Einstellung zu bewaffneten Konfrontationen bzw. deren Vermeidung enthält. In der November-Ausgabe widmet sich Tom Givens einigen Todesfällen im Zusammenhang mit behördlicher Schießausbildung. Wohlgemerkt Ausbildung(!) ? keine Einsätze. Alle Todesfälle stammen aus dem Jahr 2010 und wurden einzig durch die Missachtung einer oder gar mehrerer Sicherheitsregeln verursacht.


(Quelle: Tom Givens, Rangemaster-Newsletter November 2010, Volume 14, Issue 11)


Link zum kompletten Newsletter:
http://www.rangemaster.com/newsletter/2010-11_RM-Newsletter.pdf


Die Sicherheitsregeln

1) Jede Waffe ist geladen. (Keine Zusätze. Keine Einschränkungen.)

2) Die Mündung überstreicht nur das, was ich auch beschießen will.

3) Der Finger berührt erst dann den Abzug, wenn ich die Entscheidung zum Schuss getroffen habe.

4) Ich kenne mein Ziel und achte auf das, was dahinter ist.





Jede Waffe ist geladen
Diese Sicherheitsregel steht nicht ohne Grund an erster Stelle. Sie ist die wichtigste überhaupt. Gern wird diese Regel umformuliert oder mit Zusätzen und Einschränkungen versehen. Beispielsweise wird sie gern abgewandelt zu: ?Ich betrachte jede Waffe als geladen.?, was in gewisser Weise einer Einschränkung gleich kommt. Denn wenn ich eine Waffe lediglich als geladen ?betrachte?, gehe ich unbewusst davon aus, dass sie nicht geladen ist. Der einfachste Weg eine Waffe als geladen zu betrachten, ist sie zu laden.
Es ist eine Erziehungsfrage, ob einem Waffenbesitzer von Anfang an beigebracht wird, dass jede Waffe geladen ist. Oder, dass der Normalzustand einer Waffe ungeladen ist und sie nur im ?Ausnahmefall? geladen wird.
Jährlich passieren hunderte von Schießunfällen mit ungeladenen Waffen. Jeder einzelne davon könnte vermieden werden, würde man Sicherheitsregel #1 befolgen.


Besondere Trainingsvarianten
Werden Force-on-Force Trainings durchgeführt, bei denen Angriffs- und Verteidigungssituationen in Partnerübungen simuliert werden, ist unbedingt sicherzustellen, dass sich keine realen Schusswaffen im Raum bzw. in Reichweite befinden. Jeder Teilnehmer dieses Trainings muss pünktlich zum Beginn und damit zur Belehrung anwesend sein.
Ein großes Sicherheitsrisiko stellen Übungsabläufe dar, bei denen bewusst reale Schusswaffen in Verbindung mit so genannter Simunition-Munition verwendet werden. Treffer durch diese Sim-Mun sind nur schmerzhaft aber nicht tödlich. Dennoch besteht jeder Zeit die Gefahr, dass aus Übereifer oder Unachtsamkeit eine scharfe Patrone geladen wird.
Die weitaus bessere Alternative stellt das 6-mm-BB-System dar.
>> http://feuerkampf-und-taktik.blogspot.com/2010/09/force-on-force-die-ausrustung.html


Fazit
Die 4 Sicherheitsregeln dürfen niemals missachtet werden. Sie dürfen auch nicht im Glaube an die eigene Professionalität teilweise außer Kraft gesetzt werden. Vor jeder Trainingssitzung oder auch jeder anderen Schießveranstaltung muss es ein Sicherheitsbriefing geben, in dem allen Teilnehmer die 4 Regeln in Erinnerung gerufen werden.